Anlässlich des 25. November, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Mädchen und Frauen, hat Susanne Häring, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Georgsmarienhütte, 2025 eine Ausstellung zum Thema "Gewalt in Teenagerbeziehungen" konzipiert. Es handelt sich um verschiedene Roll-ups, die Themen wie Stalking, Sexting, Zwangsheirat, Bodyshaming, Sexismus u.a. besprechen. Aufgrund der hohen Präsenz des Themas Beziehungen bei uns im Mädchenzentrum, entschieden wir uns dazu, die Ausstellung auszuleihen und eine Projektwoche zu veranstalten.
So stellten wir die Roll-ups in der Woche vom 18.-21. Mai in den Räumlichkeiten des Mädchenzentrums aus, sodass sie für unsere Besucherinnen und auch über Anmeldung für externe Gruppen zugänglich waren. Begleitet wurde die Ausstellung von gemeinsamen Begehungen und Gesprächen mit uns pädagogischen Fachkräften.
Die Ausstellung wurde als sehr informativ und aufklärend wahrgenommen. Einige Besucherinnen berichteten davon, noch nicht von allen Themen vorher gehört zu haben und nun besser informiert zu sein.
Abgerundet wurde die Projektwoche von einem gemeinsamen Filmabend. Gezeigt wurde eine von Jugendlichen selbst produzierte Kurzfilmreihe vom Medienprojekt Wuppertal rund um die Themen Liebe, Beziehung und Kummer. Die kurzen Filme wurden als sehr realitätsnah empfunden, sodass sie eine gute Grundlage für einen weiteren Austausch waren über Themen wie Verlust von Freundschaft und Beziehungen, Streit, Ausschluss oder auch Ghosting.
Da viele Mädchen im Teeangeralter erste Erfahrungen rund um das Thema Beziehung machen und diese Erfahrungen manchmal geprägt von Unsicherheiten oder sogar Grenzverletzungen sind, ist es uns ein Anliegen gewesen, auf problematische Phänomene (z.B. Stalking, Sexismus) aufmerksam zu machen.
Berichten Mädchen und junge Frauen von Grenzverletzungen, die sie erlebt haben, ist es uns wichtig, diese ernst zu nehmen, als solche zu benennen und weiterhin zu unterstützen. Es ist uns ein großes Anliegen, in der Mädchenarbeit die Parteilichkeit gegenüber den Mädchen zu wahren und dort, wo wir können, zu der Entwicklung eines positiven Selbstbildes und eigener Grenzen zu unterstützen. Die Ausstellung konnte hier einen Beitrag dazu leisten, die Achtsamkeit für problematische und sogar gefährdende Verhaltensweisen und Strukturen, die Mädchen und Frauen erleben, zu erhöhen.